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Anschaffung einer Resonanzprüfmaschine für die Gießereitechnik

Zur Entwicklung einer optimalen, belastungsorientierten Bauteilgeometrie müssen Design, Werkstoff und Fertigungsprozess bereits in einem frühen Entwicklungsstadium aufeinander abgestimmt werden. Sowohl der Werkstoff als auch fertigungsbedingte Gefügedefekte, wie Seigerungen, Entartungen von Ausscheidungen oder Porosität, beeinflussen die Belastbarkeit der Bauteile entscheidend. Jedoch reicht für eine realitätsnahe Prüfung ein einfacher Zugversuch nicht mehr aus. Insbesondere dann, wenn Komponenten im späteren Betrieb hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind und der mögliche Ausfall überproportional hohe Kosten mit sich bringt, sind Schwingfestigkeitsuntersuchungen im Dauer- und Zeitfestigkeitsgebiet sowie Lebensdauerabschätzungen unabdingbar geworden. 

Die Integration einer belastungsorientierten Werkstoffprüfung in die Legierungsentwicklung ist Teil des Konzeptes zur Entwicklung neuartiger Materialien und Prozesse für wettbewerbsfähige Produkte. Die eigens dafür angeschaffte Magnetresonanzprüfmaschine POWER SWING 100 kN MAG Professional der Firma SincoTecerweitert die Möglichkeiten der Abteilung für Gießereitechnik an der TU Clausthal in diesem Themenfeld und ermöglicht die Prüfung von Werkstoffen sowohl im Bereich der Dauer-, als auch Zeitfestigkeit. Aktuell wird die Anlage zur Weiterentwicklung verschiedener Sphärogusslegierungen verwendet, wobei ein stärkerer Einsatz auch für Aluminium- und Stahlgusslegierungen fokussiert wird.

Die Anschaffung der Resonanzprüfmaschine wurde sowohl durch eine Gießerei als auch durch Mittel des Vereins der Freunde und Förderer der Gießereitechnik e.V. großzügig unterstützt. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich.

 

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